Als Gastdozentin an der International School of Management darf ich dieses Semester mit den Studierenden des Tourismus-, Event- sowie des Fashionmanagements Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten, Best Practice Beispiele &  Agendasetter im Bereich E-Commerce & E-Marketing untersuchen. Vor dem Hintergrund neuer Bedarfe, neuer Customer Journeys, neuer Akteure und strukturellen internen wie externen Herausforderungen untersuchen wir Handlungsmöglichkeiten in Gegenwart und Zukunft aus den Bereichen Hospitality, Retail, Fashion und Gastronomie.

International School of Management (ISM) meets Unless

Unser drittes “Untersuchungsobjekt” war das niederländische Startup Unless. Unless hat sich der Verbesserung der User Experience auf Websites durch Personalisierung zur Aufgabe gemacht. Analog dazu, wie wir Menschen unsere Gesprächsinhalte auf unseren Gesprächspartner anpassen, passt Unless Website-Inhalte auf den Besucher an und schafft so eine verlängerte Aufmerksamkeitsspanne, eine größere Aufenthaltsqualität und eine höhere Conversion Rate. Je nach dem wer die Website besucht, werden unterschiedliche Inhalte angezeigt oder in den Vordergrund gerückt und andere Formen der Ansprache gewählt.

ECommerce - User Experience | © Unless

Personalisierung von Content

Die Erwartungshaltung von Kunden und potenziellen Kunden an Websites verändert sich. Die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich. Keine 10 Sekunden geben wir Songs, Gesprächspartner oder eben Websites bevor wir uns abwenden. Umso wichtiger, diese 10 Sekunden zu nutzen um kraft aller informationen, die wir über unsere Besucher haben, unsere Inhalte an deren Erwartungen anzupassen. Sind es die Eltern oder die Kinder, sind es Stammkunden, Fans oder Neukunden, kommen sie über Google oder über Empfehlungen? Sind sie auf der Suche nach Inspiration oder Information? Geht es um vergleichbare Fakten, Verfügbarkeit oder Preis?

ECommerce - User Experience | © Unless

Geschäftsführer und Gründer Sander Nagtegaal ließ uns an der Entstehungsgeschichte von Unless ebenso teilhaben, wie an seiner persönlichen Geschichte als  StartUp-Gründer. Wir diskutierten die Notwendigkeit personalisierten Contents an verschiedenen Branchenbeispielen von Fitness über Restaurant-Websiten bishin zu Spielzeug. Welchen Einfluss der Kontext und die Aufenthaltsqualität auf Websiten für den Abschluss von Online-Käufen haben kann, erläuterte er einleuchtend. Dass das alles erst der Beginn ist und welche Potenziale er im Bereich der Personalisierung von Website-Inhalten sieht, erschloss sich den Studierenden anschaulich. Welche Rolle Daten dabei spielen, machten uns die Screenshots aus dem Unless-editor deutlich.

Vielen Dank, lieber Sander Nagtegaal für die Ein- und Ausblicke und viel Erfolg!

… und hier geht es zu Station1: Abury und Station 2: Wayfair.